Dir ist alles zu viel, zu viel strömt auf dich ein, du musst so viel tun ohne zu wissen, wo du überhaupt anfangen sollst und hast das Gefühl, nichts mehr zu schaffen.

So langsam bist du mit deiner Kraft und Energie am Ende.
Am liebsten würdest du alles hinschmeißen und weit weit weg rennen.
Stattdessen reagierst du mit Stagnation und Resignation, wie ein Tier in der Falle, das keinen Ausweg mehr sieht.

Wenn es dir schon länger so ergeht, dann bist du mitten in der Überforderung.
Wahrscheinlich hast du dir das selbst nur noch nicht eingestanden.

Wenn dir alles zu viel ist

Bevor wir uns selbst eingestehen, dass uns alles zu viel ist und wir überfordert sind, vergeht viel Zeit.
Die sich häufenden, schlaflosen Nächte, die dauernde Anspannung und Unruhe, Bauchweh, Schwindel, Stimmungsschwankungen, an all diese kleinen Mucken hat man sich schon gewöhnt und außerdem geht es doch vielen im Umfeld genau so.

Ist doch alles halb so wild, das wird schon wieder – denkst du vielleicht.
Diese Phase geht auch vorüber und bis dahin machst du so weiter wie bisher, verdrängst die Wehwehchen, greifst zu Aufputschmitteln, um dich morgens in Gang zu bringen und zu Beruhigungsmitteln, um abends ein wenig runter fahren zu können.

Und ständig geht dein Griff zum Handy, Mails checken, den Newsfeed von Facebook, Instagram und Co. scrollen und WhatsApp Nachrichten beantworten.
Der Drang nichts zu verpassen, ist groß.

Im Job musst du alles geben. Leistung bringen.
Nur wer bis an seine Grenzen und weit darüber hinaus geht, wird mit Erfolg belohnt.
Es wird regelrecht erwartet, dass du absolut flexibel und 24/7 erreichbar bist.

Kein Wunder also, dass du mehr und mehr erschöpfst.
Aber: Schwäche zeigen ist out. Den Schein wahren und weitermachen lautet die Devise.
Also treibst du dich noch mehr an, willst ja mithalten, alles schaffen, was von dir verlangt und erwartet wird.
Die Angst zu versagen, ist groß.

Egal wie, hauptsache funktionieren, auch wenn nichts mehr geht.
Bis der Burnout, die Depression oder ausgewachsene Panikattacken dich schließlich in die Knie zwingen.

Was du tun kannst, um dich weniger überfordert zu fühlen

So weit muss es aber nicht kommen, wenn du rechtzeitig einschreitest und etwas gegen deine wachsende Überforderung tust.

Akzeptiere deine momentane Situation

Du bist körperlich und seelisch an deine Grenzen gekommen.
Akzeptiere deine Kraftlosigkeit und die aufkommenden Gefühle.
Sie sind da, um dir zu signalisieren, dass es Zeit für eine Pause ist.

Gestehe dir ein, dass du lange Zeit über dein Limit gegangen bist und Rohbau mit dir betrieben hast.

Bitte verurteile dich nicht dafür, sondern sieh es als Chance, etwas zu verändern und in Zukunft besser mit dir umzugehen.

dir ist alles zu viel

Bring dir Verständnis entgegen

In deinem momentan geschwächten Zustand bist du sehr verletzlich. Deshalb behandle dich nun mit Respekt und besonders liebevoll.

Befreie dich vom Druck und den negativen Gedanken.
Du wirst eine Lösung finden und diese Phase überstehen.

Nimm dir eine Auszeit

Es ist allerhöchste Zeit für dich, aus dem Hamsterrad auszusteigen.
Dafür ist es erst einmal wichtig, dass du dir eine Auszeit verschaffst. JETZT.

Tu das, worauf du gerade Lust hast. Mach deinen Kopf frei, lass die Seele baumeln. Ohne Verpflichtungen, ohne Termine.

Dabei ist ganz wichtig: Erlaube dir diese Auszeit!

Denkst du nämlich, dass du für Nichtstun doch gar keine Zeit hast, bescherst du dir damit selbst ein schlechtes Gewissen und hinderst dich daran, wirklich abzuschalten und zur Ruhe zu kommen.

Für die Zukunft plane dir jeden Tag Zeit für dich ein. Zeit, in der du Dinge tust oder Menschen triffst, die dir gut tun, Freude schenken und dich mit Energie versorgen.

Halte inne und höre auf dich.
Was brauchst du? Was würde dir jetzt gerade gut tun? Wonach sehnst du dich? Gibt es ein Hobby, für das du lange Zeit keine Zeit mehr hattest?

Erfülle deine Bedürfnisse

Lange Zeit hast du zu wenig geschlafen, dich kaum erholt und schlecht ernährt. Es fehlte dir einfach an Zeit.

Die Folgen dieses ungesunden Lebensstils merkst du an der körperlichen Erschöpfung. Dein Körper ist ausgelaugt und sehnt sich nach Ruhe und Erholung.

Gib deinem Körper diese Erholung. Dafür ist es in erster Linie wichtig, dass du wieder ausreichend und gut schläfst. Hol Schlaf nach und sorge für einen Schlafrhythmus. Dabei kann dir eine Abendroutine helfen.

Lege auch tagsüber immer mal eine Entspannungspause ein. Diese Pause kannst du auch wunderbar mit einer kleinen Atemübung füllen, die Körper und Geist beruhigt, damit du mit neuer Klarheit, Ruhe und Gelassenheit durch deinen Alltag gehen kannst.

Im zweiten Schritt ist es wichtig, dass du deinen Körper wieder mit allem versorgst, was er braucht, um optimal funktionieren zu können und dich mit Energie zu versorgen.
Sprich: Gesunde und ausgewogene Ernährung.

Besonders bei Stress und der daraus resultierenden Erschöpfung hast du einen erhöhten Nährstoffbedarf an Antioxidantien, Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Erhöhe daher deine Zufuhr an B-Vitaminen, Vitamin C, Magnesium, Zink, Selen und Omega 3.
Welche Lebensmittel reich an den genannten Nährstoffen sind, erfährst du hier.

Auch wenn es sich in deiner momentanen Lage gerade unmöglich anhört:
Bewege dich!
Bewegung baut Stresshormone ab, entspannt und schüttet Glückshormone aus.
Dafür musst du nicht stundenlang im Fitnesscenter schwitzen, mäßige Bewegung genügt.
Eine halbe Stunde spazieren gehen reicht aus.
Die Natur wirkt wie Balsam für deine Seele und entspannt deinen Geist.
Geh raus und tue etwas für Körper, Geist und Seele.

Mach Schluss mit Muss!

Gehörst du zu den Menschen, die alles perfekt machen wollen? Die es allen recht machen wollen, die Erwartungen erfüllen und allen helfen wollen?
Dann denkst du bestimmt sehr häufig in „Ich muss“ – Gedanken.

Leider setzt du dich damit selbst so unter Druck und überforderst dich.
Du verlangst etwas von dir, dass du nie erreichen wirst, denn es ist absolut unmöglich perfekt zu sein.

Befreie dich von diesem Anspruch und gebe dich mit dem zufrieden, was machbar ist: Gut ist absolut ausreichend.

Willst du es allen Menschen in deinem Umfeld recht machen?
Das ist absolutes Wunschdenken, denn du kannst es nicht allen recht machen und bitte bedenke:
In deinem Bemühen machst du es einer Person nie Recht: Dir selbst!
Du stellst dich und deine Bedürfnisse hinten an und hast keine Achtung vor deinen Grenzen mit der Folge, dass du dich erschöpfst.

Schau auf das Wichtigste

Wenn du momentan den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr siehst und nicht weißt, wo du anfangen sollst, versuche dich auf das Wichtigste zu konzentrieren.

Gerade wenn es uns zu viel wird, fangen wir an, wahllos alles zu beginnen ungeachtet der Prioritäten. Dies verstärkt nur noch den Eindruck, nichts geschafft zu bekommen.

Deshalb sortiere deine Aufgaben und wähle die Wichtigste für dich aus.
Frage dich, welcher Schritt nun der Erste ist, um diese eine Aufgabe zu erledigen und fange damit an.

Widerstehe dem Drang, zur nächsten Aufgabe zu springen, sondern bleibe bei dieser wichtigsten Aufgabe, bis sie erledigt ist.

So behältst du die Kontrolle und stärkst das Gefühl, voran zu kommen.

Überforderung als Chance

Das Gefühl der Überforderung ist ein Weckruf, der dir sagen will, dass du dich wieder auf das wirklich Wichtige im Leben konzentrieren sollst:
Deine Bedürfnisse und Wünsche.

Niemand außer dir trägt dafür die Verantwortung.

Wenn dir alles zu viel ist, hast du selbst dazu beigetragen.
Du hast deine Grenzen ignoriert und dir immer mehr aufgeladen.
Du hast zugelassen, dass auch andere deine Grenzen überschritten haben, denn du hast diese nicht verteidigt.
Du hast aufgehört, dich um dich zu kümmern und dafür zu sorgen, dass es dir gut geht.

Deshalb ist es so wichtig, dass du wieder die Verantwortung für dein Leben übernimmst.
Und dazu gehört es, für dich zu sorgen, deine Bedürfnisse zu erfüllen, Grenzen zu setzen und Nein zu sagen, wenn dir alles zu viel wird.
Damit schützt du dich und zeigst Respekt und Achtung vor dir selbst.
Du weißt, was dir gut tut und was nicht.
Nur so hast du genügend Kraft und Energie, um dein Leben mit all den Dingen zu füllen, die dein Leben lebenswert machen.

Denn das ist doch das Ziel, oder findest du nicht?

Verrate mir, was macht dein Leben lebenswert?

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